14.12.2009

Kunden gewinnen ist wie gutes Flirten – Bergische Unternehmer lernen Parallelen kennen

Eine Zahl, die in heutiger Zeit nicht überrascht: Mehr als achtzig Prozent der ersten Verabredungen, die aus Single- und Partnerbörsen entstehen, landen miteinander im Bett. Ein zweites Treffen hingegen gibt es danach nur sehr selten. Das zeigt: Wo es überfallartig zugeht, kann keine echte Bindung entstehen. Zu schnell und zu offen, das entspricht eigentlich nicht unserem Naturell. Wirkliche Chancen hat, wer nicht auf den One-Night-Stand aus ist, sondern gekonnt flirtet.

Das weiß auch Heidi Pütz und stellt die Verbindung zu einem ganz anderen Thema her. Am 14. Januar 2010 um 19:30 Uhr im Gronauer Wirtshaus in Bergisch Gladbach wird sie uns in einem Vortrag unverblümt sagen: „Unternehmer sollten wissen, wie man richtig flirtet. Wer darin fit ist, wird auch sich und sein Angebot besser platzieren können.“ Für die Fachfrau in Sachen Flirt-Marketing liegen die Parallelen zwischen dem Knüpfen eines Kontaktes in Sachen Liebe und dem Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung auf der Hand. Seit über zehn Jahren hilft sie Unternehmern, deren Außendarstellung zu optimieren.

„Niemand würde bei einem ersten Date sagen ‚Willkommen bei meinem Flirtversuch!’ Warum steht dann auf Internetseiten von Firmen so oft ‚Willkommen auf meiner Homepage’?“ Was für andere nur Kleinigkeiten sind, fällt Heidi Pütz immer wieder auf. Sie zeigt, wie man Kunden gezielt anspricht und auf ihre Bedürfnisse eingeht. Wer den unternehmerischen Flirt erfolgversprechend starten will, sollte aber auch sich selbst richtig aufstellen. „Wie will ich wirken? Wie möchte ich jemand ansprechen? Wie lassen sich in gelungener Kommunikation erste Ähnlichkeiten feststellen?“ Mit einem Augenzwinkern fügt die Unternehmerin hinzu: „Letztlich geht es beim Flirt wie beim Kundengespräch darum, an die Telefonnummer zu kommen.“ Beide Seiten fühlen sich wohler, wenn Nähe langsam entsteht, man sich erst einmal aneinander gewöhnt, anstatt gleich heftig zu schmusen. Wer dezent Kontakt herstellt, ist viel eher bereit, sich auf eine dauerhaftere Bindung einzulassen.

Heidi Pütz, ausgebildete psychologische Beraterin und Coach, sieht noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen der Wirtschaftswelt und dem ganz persönlichen Werben. „Mit Sprache lässt sich viel erreichen, allerdings auch kaputt machen. Wer seine Kundschaft mit Fachchinesisch langweilt, stellt Distanz statt Nähe her!“ An ausgesuchten Beispielen von Internetseiten oder Werbemitteln macht ihr Vortrag deutlich, wie überfrachtetes Geschwafel wirkt. „Normale Sprache ist der Türöffner, der mich einlädt, mal genauer hinzuschauen. Viele glauben komischerweise daran, besonders schlau klingen zu müssen.“

Wir werden am 14. Januar live miterleben, wie gern die Frau, die seit ein paar Jahren auch Existenzgründungen begleitet, in ihrer rheinischen Art immer wieder vom Liebeswerben erzählt. „Das ist einfach ein schönes Thema.“ Und doch landet sie anschließend wieder bei Fällen aus ihrem beratenden Alltag. An praktischen Beispielen wird sich herausstellen, dass gute Werbung wie ein Flirt ist, der begeistert und Neugier weckt. „Bringen Sie eigene Flyer ruhig mit“, lädt Heidi Pütz ein und lächelt. Man spürt, dass sie weiß, wie es geht.

Kommentare

Da muss ich unbedingt mal vorbeischauen!

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien